Blaues Wunder

Blauer Garten
© BGL

Blau ist laut Umfrage die Lieblingsfarbe vieler Gartenbesitzer. Warum also nicht den Schwerpunkt im Garten auf blaublütige Pflanzen legen?

Bedenken, das könne zu eintönig wirken, sind unbegründet. Man kann die Fläche so planen und gestalten, dass man vom Frühjahr bis zum Spätherbst sein „blaues Wunder“ erlebt und es in jedem Monat andere Blütenschönheiten zu bestaunen gibt.

Der Blaue Garten von März bis zum Frühsommer

Zwiebelblumen wie Krokusse, Traubenhyazinthen, Schneeglanz oder Blaustern eröffnen nach dem Winter die blaue Gartensaison. Zwerg-, Wiesen- und Bart-Iris folgen nahtlos. Die hellblauen Blüten des Kleinen Immergrüns, ein idealer Bodendecker für schattige oder halbschattige Standorte, zeigen sich von März bis Juni.

Ein schönes Blau haben ab Mai auch verschiedene Rhododendren- und Azaleensorten zu bieten. Sie lieben saure Böden. An einem solchen Standort können auch einige Hortensiensorten ab Juni in klaren Blautönen blühen.

Die Akelei ist eine der ersten höheren Stauden, die im Gartenjahr ihre Pracht zeigt. Von den mehrjährigen, krautigen Pflanzen gibt es verschieden Blautöne. Die Alpen-Akelei beispielswiese, die eine Wuchshöhe von bis zu 70 Zentimetern erreichen kann, trägt leuchtend hellblaue bis blaulila Blüten, die bis zu neun Zentimeter breit werden.

Frühsommerphloxe haben mit ihrer Blütenfülle ab etwa Anfang Mai ihren glamourösen Auftritt. Die bekanntesten Vertreter sind der Wald- und der Wanderphlox. Beide eignen sich hervorragend als Randbepflanzung einer Staudenrabatte oder zur Unterpflanzung höherer Stauden. Am verbreitetesten sind die Sorten des Blauen Waldphloxes, der wegen seines Duftes den Namen ’Sweet William’ trägt.

Etwa 300 Arten umfasst die Gattung Geranium. Die Sorte 'Johnson's Blue' zeigt einen der reinsten Blautöne und wird etwa 50 Zentimeter hoch.

Keine Tabus

Besonders kleine Gärten können durch den Einsatz von vielen Blautönen profitieren, denn sie wirken beruhigend und verleihen der Fläche optisch Tiefe. Auch wenn viele Töne eher ins mauve oder blauviolett gehen, die richtige Mischung macht’s! Verschiedene Wuchshöhen, Blütenformen und -größen und auch verschiedene Blautöne sorgen für Spannung und Abwechslung.

Überhaupt sollte man bei der Farbauswahl in einem Themengarten nicht allzu dogmatisch sein. Denn viele Blautöne kommen erst richtig zur Geltung, wenn sie mit der richtigen Komplementärfarbe oder mit etwas Weiß kombiniert werden. Ein paar gelbe Lilien beispielsweise müssen daher in einem “Blauen Garten“ kein Tabu sein. Quelle: BGL

Erstellt von: 
greenduck

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