Schneeball - duftende Blüten mitten im Winter

Winterschneeball
© Tina Gössl / pixelio

Auch wenn es nicht schneit, bringt dieser Frühblüher Schneebälle in Ihren Garten. Und wenn es dann doch friert, bleibt er schön grün, um Sie frohen Mutes in den Frühlingsanfang zu begleiten.

Der Schneeball, auch bekannt als Viburnum, gehört zu einer vielseitigen Strauchfamilie. Es gibt Arten, deren Laub im Winter grün bleibt sowie halbwintergrüne und Laub abwerfende Arten. Als Ausgleich bilden sich von November bis März weißrosafarbene Blüten in kleinen Dolden an den kahlen Zweigen. Die Blüten duften herrlich und vertragen auch Frost: eine spektakuläre Kombination. Je später die Blüte, desto größer können die Blüten im Allgemeinen werden. Außerdem kommt der Schneeball häufig im Herbst zum zweiten Mal zur Blüte und bildet dann rote, blaue und schwarze Beeren.
Die Pflanze wird durchschnittlich rund drei Meter hoch, aber es gibt auch eine zwergwüchsige Version, die es nur auf einen Meter bringt, und eine Riesenart, die leicht sechs Meter Höhe erreicht. Da sich das Laub im Herbst schön verfärbt, hat dieser Gartenblüher in allen Jahreszeiten etwas Besonderes zu bieten, sowohl ausgepflanzt im Garten als auch in Kübeln, Kästen und Töpfen. Der Schneeball ist also ideal, um Ihre Umgebung in den ersten, etwas tristen Gartenmonaten aufzupeppen.

Der Schneeball gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse, zu der unter anderem auch der Flieder gehört. Er kommt in den gemäßigten und subtropischen Teilen der Nordhalbkugel vor. Der botanische Name Viburnum ist vom lateinischen Wort „vincia” abgeleitet, das „binden” bedeutet. Den Namen verdankt die Pflanze den elastischen, biegsamen Stielen, mit denen man früher Dinge zusammengebunden hat und die zum Flechten verwendet wurden. Der Strauch hat sich aus dem Mittelmeerraum über ganz Europa verbreitet.

Von den Beeren können sich im Winter die Vögel ernähren, für Menschen sind sie allerdings nicht genießbar.

Pflege des Schneeballs

  • Der Schneeball bevorzugt saure, nahrhafte Böden mit hohem Humusgehalt. 
  • Gedeiht sowohl an hellen als auch an halbschattigen Standorten, ist nicht für schattige Plätze geeignet. 
  • Arten, die ihre Blätter nicht abwerfen, sollten an einem feuchten, geschützten Standort stehen. 
  • Schneeball-Arten vertragen keine Trockenheit, Pflanzen in Gefäßen also regelmäßig gießen. 
  • Die Pflanze benötigt viele Nährstoffe, um sich optimal zu entwickelt. Darum am besten jeden Monat etwas düngen.
  • Nur schneiden, wenn es wirklich notwendig ist. Der beste Zeitpunkt ist im Spätsommer nach der Blüte.

In China wird der Schneeball rund um Tempelanlagen gepflanzt: Der Duft gilt als besondere Ehrenbezeugung für Buddha.
In der Urgeschichte wurden die langen, geraden Zweige des Schneeballs als Pfeilschaft verwendet, so auch beim Fund von Ötzi, dem Eismann, dem mumifizierten über 4.000 Jahre alten Leichnam, der in den Alpen gefunden wurde. Sein Köcher war voller gerader, leichter Zweige dieses Strauches.

Der amerikanische Gartenguru Michael Dirr sagt: „Ein Garten ohne Viburnum ist vergleichbar mit einem Leben ohne Musik und Kunst.“ Quelle: BBH

Erstellt von: 
greenduck

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